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Wanderungen - Hiking- Touren



Im Rahmen unserer Vorstellung möchte ich Ihnen eine große wohl die geschichtsrächtigste Tour beschreiben.



wanderungen karte

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Den Chilkoot Trail (das längste Museum der Welt)

Dauer: 4 - 5 Tage
Länge: ca. 55 km
Höhenunterschied: ca. 1000 m
Ausrüstung: ca. 18 kg (Verpflegung, Zelt, Schlafsack, Ausrüstung, etc.)

Der Weg der Goldsucher von Deya über den Chilkoot Pass bis Bennett setzt eine gute körperliche Verfassung und ein klein wenig Erfahrung sowie eine gute Ausrüstung voraus, und muss bei der Parkverwaltung angemeldet werden.

Wir starten in Deya: Pfostenstümpfe die sich 1 km schnurgerade vom Schwemmland des Taya River ins Watt des Lynn-Kanales hinausziehen, Anzeichen alter Häuser, und der Waldfriedhof, mehr ist nicht geblieben von damals einer der größten Städte Alaskas.


 
Der Beginn des Trails   Pfostenstümpfe in Deya




Der Trail beginnt an der Brücke über den Taya River und steigt auf den ersten 500 Metern steil an, führt durch üppigen Regenwald.


 
im Regenwald   entlang dem Taya River

 

Nach gut 2 Kilometern stößt man auf einen alten Holzfällerweg der zur alten Sägemühle führt. Nach weiteren 2 Kilometern bei "Finnegan's Piont" ist auch dieser Weg zu Ende. Nun führt uns ein Pfad auf und ab, immer tiefer in den Wald aus Sitkafichten und Hemlocktannen hinein. Entlang dem Taya River gibt uns die Wildnis manchmal einen freien Blick auf die Gletscherberge an der anderen Talseite.


 
Blick auf die Gletscher   ein Camp

In der Nähe von "Canyon City" steht die erste Schutzhütte und wir erhalten von den Rangern Informationen über den Weg und über Bärenbeobachtungen. Eine kleine Hängebrücke spannt sich über den Fluss, der Weg führt, vorbei an unzähligen Relikten aus der damaligen Zeit (1897/98), zu einem etwas steileren Anstieg zum Canyon Rand.

Dichter Wald, bemooste Granitfelsen und Reste einer Telegrafenleitung begleiten uns zum "Pleasant Camp" und weiter zum "Sheep Camp", auch mit Schutzhütte.

Es beginnt der lange Anstieg, 12 bis 18 Grad auf den ersten 3 Kilometern, dann 25 Grad, immer wieder müssen wir den Taya River überqueren bis in ein kleines Tal am Fuß des Passes - "The Scales". Überall Reste von Geschirr, Schaufeln, Maschinenteile, Stofffetzen, die die enttäuschten Goldsucher liegengelassen haben.


 
Relikte   die Goldenen Stairs im Sommer



Wir sollten uns gut ausruhen. Nach den "Scales" beginnt der letzte, der steilste und anstrengendste Aufstieg hinauf zum Pass, die "Golden Stairs", die goldenen Stiegen, ein 45 Grad steiler Hang, über eine Geröll- und Felsenlandschaft. Man glaubt oben zu sein, aber es ist nur ein Absatz, dahinter ein letzter Steilhang hinauf zur Grenzlinie zwischen Himmel und Erde. Der Chilkoot Pass. Ein Steinobelisk erinnert an die "Stampeders" die, wie es Jack London nannte, den Vorraum zur Hölle bezwungen hatten. Ein letzter Blick zurück nach Alaska, über den Lynn Kanal. Wir sind in Kanada, in Britisch Kolumbien. Durch Reste von Schneefeldern führt unser Weg hinunter zum Crater Lake.

Der Weg vom Crater Lake weiter zum Canyon vor dem Long Lake verläuft bequem durch Heide, Moos und blühende Wildblumen zum nächsten Camp, das schon damals treffenderweise "Happy Camp" genannt wurde. 2 Kilometer etwas mühsam über den Schotter im Canyon zum Camp am Deep Lake. Der schwere Teil des Trail's ist hinter uns, vorbei an den schönen Wasserfällen des Moose Creek, zwischen Fichten hinunter zur Rangerstation am Lake Lindemann.



 
Der Blick auf den Lake Lindeman   der Bahnhof von Bennett, das Ende unserer Wanderung

 

Die letzten 10 Kilometer führen gemütlich durch den Wald, vorbei an Blaubeerbüschen und vielen kleinen Seen, zu einer hölzernen Kirche am Ende des Bennett Sees. Von hier fällt unser Blick auf den Außenposten der Zivilisation, die Bennett Station der Whitepass + Yukon Eisenbahn.

Vier Tage durch die traumhafte Landschaft sind zu Ende, unsere Kräfte auch?

Die Goldgräber von einst gingen diesen Weg bis zu 40-mal hin und zurück, im Winter, um die Ausrüstung hierher zu bringen. Da wartete aber nicht der Zug, sondern Bäume wurden gefällt und Boote gebaut, um über die Seen und den Yukon weitere 700 Kilometer nach Dawson City zu gelangen.

Wir bedanken uns bei Günther, dass er uns wieder einmal auf diesem legendärsten aller Trail's so umsichtig begleitet hat.

Am nächsten Tag wandern wir die 13 km nach Log Cabin, von wo wir euch mit dem Auto abholen, oder wir fahren von Bennett mit dem Zug zurück, was noch eindrucksvoller sein kann.

Und dies war nur eine von unzähligen Möglichkeiten. Ob kurze Spaziergänge, ein oder mehrtägige Wanderungen vieles ist möglich.

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